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Chronik

Chronologie der Geschichte der Sozialdemokratie in Flieden

 

Nachdem am 23. Mai 1863 in Leipzig mit dem "Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein" durch Ferdinand Lasalle ein Vorläufer unserer Sozialdemokratischen Partei gegrndet wird, dauert es immerhin rund 60 Jahre bis dieser "Bazillus SPD" das Fuldaer Land erreicht. Die Stadt Fulda ist schon etwas weiter und kann zu diesem Zeitpunkt bereits einen SPD-Ortsverein aufweisen. In der Fläche sind es aber die fortschrittlichen Fliedener, die hier die Parteienlandschaft vergrößern. Am 15. Dezember 1922 treffen sich Franz Möller, August Abel, Hermann Kempel und Florus Kister zur Gründungsversammlung. Bei der ersten Beteiligung an Wahlen ist der Erfolg noch bescheiden.

 

Die SPD erringt 1924 bei den Kommunalwahlen 7,5 %, bereits 1929 kann dieses Ergebnis auf runde 15 % verdoppelt werden. Nach einigem Auf und Ab kommt es zu der letzten freien Wahl vor Hitlers Schreckensherrschaft am 2. M?z 1933. Hier erreicht die SPD in Flieden 10,8 %, bevor es am 22. Juni 1933 zum Betätigungsverbot durch die Nationalsozialisten kommt. Stichwort Nationalsozialisten:

 

1929 sind sie in Flieden mit 8 Wählerstimmen noch eine zu vernachlässigende Größe. 1932 bei den Reichstagswahlen sind es schon 56 Stimmen, die bis zu den Kommunalwahlen in 1933 auf bereits 165 Stimmen ansteigen. Bis zum Ende des Krieges bleibt die SPD verboten. Die meisten Mitglieder waren eingezogen; Parteibücher und sonstige relevante Unterlagen wurden aus Angst sorgfältig versteckt oder besser verbrannt. Wer daheim war, hat tunlichst den Mund gehalten. Um in der Gruppe Kontakt zu halten und sich politisch auszutauschen, treffen sich einige der Genossen unter dem Deckmantel eines Kegelvereines mit dem sinnigen Namen "PROST-HEIL". Nach dem Krieg erfährt die SPD zwar einen großen Zulauf, es fehlt aber die richtige Führung. Wiederum an einem 15. Dezember, diesmal 1945, erfolgt die Wiedergründung des SPD-Ortsvereins Flieden in der Gastwirtschaft Gass, heute Firma Blumen Kreß. Bis Juni 1946 sind immerhin 32 Mitglieder eingetragen. Gründungsmitglieder sind August Abel, Florus Kister, Ferdinand Kreß, Franz Möller, Alfred Wiegand, Karl Abel, Willi Gätner, Anton Möller und Karl Hofmann, der später vom Fliedener Ortsteil "Kellerei" nach Rückers zog.

 

Anton Möller, der Vater unseres Ehren-Ortsvereinsvorsitzenden Winfried Möller, tritt 1948 wieder aus der Partei aus. Warum? Anton Möller dazu: "Ich bin 1948 wieder aus der Partei ausgetreten, weil es aus Kassel, dem Sitz der Bezirksdirektion der Reichsbahn, bei der ich beschäftigt war, Druck gab und ich ansonsten meine Arbeitsstelle verloren hätte. Ehemalige Kriegsteilnehmer erhielten nach 1945 bevorzugt Führungspositionen bei staatlichen Einrichtungen. Da waren viele alte Nazis dabei und die hatten, wie man weiß, schon immer Hass auf die Sozialdemokraten" Die ersten Kommunalwahlen nach dem Kriege finden am 28. April 1946 statt. Sie bringen für die Sozialdemokraten in Flieden 4 Mandate im Gemeindeparlament und einen Sitz im Gemeindevorstand. Diese Sitzverteilung hält sich bis 1968. Die jeweiligen Fraktionssitzungen fanden, so erlebte es noch unser 1968 in die Partei eingetretener heutiger Ehrenvorsitzender Winfried Möller, unter Leitung des inzwischen verstorbener Ehrenvorsitzender Emil Kreß wechselweise in den Küchen der Mandatsträger statt.

 

1956 kandidiert Emil Kreß, wenn auch erfolglos, gegen August Henkel als Vorsitzender der Gemeindevertretung. Im September 1958 verzeichnet der Schriftführer im Protokollbuch, dass gerade in letzter Zeit erfreulich viele Mitglieder eingetreten sind. Für eine „Frauenzusammenkunft“ der SPD in Fulda wird die Genossin Wittstadt von der Zent nominiert, die anschließend, so das Protokoll vom Oktober 1958 begeistert über die Veranstaltung berichtete. Am 15. Dezember 1962 werden die Gründungsmitglieder August Abel, Hermann Kempel, Florus Kister und Franz Möller für ihre 40-jährige Zugehörigkeit zur Partei geehrt.

 

1963 beantragt die Fraktion aufgrund des zunehmenden Fremdenverkehrs eine Bedürfnisanstalt im Zentrum von Flieden, welche tatsächlich erst 40 Jahre später durch den ersten sozialdemokratischen Bürgermeister der Gemeinde Flieden, Winfried Kress, in Betrieb genommen wird. 1964 bleibt ein Antrag auf Benennung einer Straße in „Кurt-Schuhmacher-Straße“ erfolglos.

 

1965 wird auf Antrag der Mitglieder aus der damaligen Gemeinde Rückers der Ortsverein Flieden geteilt, da sich die Rückerser Genossen einen größeren Zuspruch erhoffen. Dieser Zuspruch ist dann auch eindrucksvoll eingetreten. Er führte erfreulicherweise sogar dazu, dass die SPD unter dem Ortsvereinsvorsitzenden und späteren Bürgermeister Winfried Kress dank 67 Prozent Stimmenanteil seit April 1989 den Ortsvorsteher stellen kann. Schwerpunkt der Arbeit in den Jahren 1968 und Folgende sind die Bemühungen um den Erhalt des Krankenhauses. Der damalige Ortsvereins- und Fraktionsvorsitzende Erich Auth und dessen Onkel, der langjährige Landtagsabgeordnete Ferdinand Auth aus Niederkalbach, dringen bis zum Regierungspräsidenten nach Kassel vor, um sich, ebenso wie der damalige Bürgermeister Karl Förster, für den Fortbestand dieses heimischen Krankenhauses einzusetzen. Leider vergebens ! Das Haus wird in ein Altenheim umgestaltet. In den Jahren 1991/1992 wird es von Grund auf renoviert, und 1995 mit einem Erweiterungsbau offiziell als Alten- und Pflegeheim "St. Katharina" eröffnet. Bei den Kommunalwahlen am 22. Oktober 1968 erringt die Fraktion zwei zusätzliche Sitze und damit sechs Mandate in der Gemeindevertretung. Der Stimmenanteil erreicht die Rekordhöhe von 37,8%.

 

1972 wird hessenweit die kommunale Gebietsreform durchgeführt. Bei der ersten Kommunalwahl 1972 in der Großgemeinde beträgt das Ergebnis 21 Sitze für die CDU und 10 Sitze für die SPD. Und dies bei einem Stimmenanteil von 33 %. Nach den Kommunalwahlen 1977 zieht mit Gabriele Garms erstmals eine Frau für die SPD in das Gemeindeparlament ein. Die CWE, erstmals kandidierend, erhält aufgrund von 170 Stimmen ein Mandat, das der SPD abgeht. Eine kurzzeitige Schwäche verringert unsere Fraktionsstärke sogar auf acht Mandate.

 

In den Folgejahren können wir durch eine verstärkte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, begonnen und forciert durch Winfried Möller, gute Erfolge erzielen. Einigen wird dabei die z. T. heftigen Parteienauseinandersetzungen um den Paddelteich noch gut in Erinnerung sein. 1981 honorieren die Fliedener Wählerinnen und Wähler uns dies mit einem Zuwachs von vier Mandaten in der Gemeindevertretung und einem weiteren Beigeordneten im Gemeindevorstand. 1985 wird dieses gute Ergebnis bestätigt. Die Fliedener SPD bekommt neben Winfried Möller, der bereits seit 1983 im Kreistag ist, mit Peter Bintakies einen weiteren Abgeordneten aus ihren Reihen in den Fuldaer Kreistag.

 

1989 kandidieren die Grünen für die Gemeindevertretung und scheitern mit 4,8 % nur knapp. Dennoch kann die SPD je ein weiteres Mandat in der Gemeindevertretung und im Gemeindevorstand gewinnen. Der große Einbruch im Hessenland für die Sozialdemokratie anlässlich der Kommunalwahlen vom 7. März 1993 trifft für Flieden nicht zu. Zwar knapp, aber mit 22 Stimmen noch deutlich, kann unsere Partei ein weiteres Mandat verbuchen. Mit nunmehr 14 Gemeindevertretern, davon 4 Frauen, präsentiert sich unsere Partei gegenüber 17 Vertretern der CDU. Im Gemeindevorstand sitzen neben dem Bürgermeister 4 SPD-Beigeordnete 5 CDU-Beigeordneten gegenüber. Am 2. und 3. Oktober 1993 wird das Jubiläum „70 Jahre SPD-Ortsverein Flieden“ am Ufer des Fliedener Paddelteiches mit einer Festrede von Staatssekretär Jürgen Wefelmeier (HMfWVT) gefeiert. Dabei wird dem ehemaligen Landtagsabgeordneten Rudi Hilfenhaus vom Unterbezirksvorsitzenden Emil Mihm der Ehrenbrief der SPD verliehen. Darüber hinaus werden mehrere Mitglieder für 40- bzw. 25-jährige Mitgliedschaft geehrt.

 

Im November 1993 wird aus den Reihen des Ortsvereins Peter Bintakies für den Wahlkreis 132 als Kandidat für die Bundestagswahl nominiert. Bei der Wahlkreisdelegiertenkonferenz im Januar 1994 gewinnt jedoch überraschend Barbara Imhof, die schließlich Bundestagsabgeordnete für zwei Wahlperioden bleibt. Im März 1994 wird Staatsministerin a. D. Ilse Stiewitt erneut als Wahlkreiskandidatin für den Wahlkreis 15 zur Landtagswahl von den Ortsvereinen Flieden und Rückers vorgeschlagen.

 

Nach der Landtagswahl am 19. Februar 1995 bekommen wir mit Ilse Stiewitt über Platz 6 der Landesliste erstmals eine Landtagsabgeordnete mit Wohnsitz in der Gemeinde Flieden. Im Juni 1996 erfolgt die Nominierung der Kandidaten für die SPD-Ortsbeirats-, Gemeinde- und Kreistagsliste zur Kommunalwahl am 2. März 1997. Durch Stimmenzugewinn können die 14 Mandate im Gemeindeparlament gefestigt werden. Auf Kreisebene werden sogar 2 Mandate dazugewonnen. Für den ausscheidenden Peter Bintakies kann Werner Zechmeister vom Ortsverein Rückers in den Kreistag einziehen. Winfried Möller wird für weitere 4 Jahre zum Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion gewählt. Natürlich wird auf kommunalpolitischer Ebene auch viel Arbeit geleistet. So werden von der SPD-Fraktion zahlreiche Initiativen zu den Themen: Freibad „Landrücken“, Gewerbegebiet, Ortskernsanierung Magdlos, Müllverbrennungsanlage auf dem Distelrasen, Jugendtreff Flieden, überzogene Bauobjekte, Bodenbevorratung und vieles mehr eingebracht. Vergessen darf man natürlich auch nicht die mit großem Engagement ausgerichteten Infostände vor Wahlen, die traditionellen Veranstaltungen zum 1. Mai und dem Flohmarkt. Den stets aktiven und treuen Helferinnen und Helfern aus dem Ortsverein sei an dieser Stelle einmal ganz herzlich gedankt! In diesem Zusammenhang besonders erwähnenswert ist das im September 1998 erstmals unter der Federführung unseres leider schon viel zu früh verstorbenen ehemaligen Gemeindevorstandsmitglied Siegfried Hack initiierte Backhausfest auf dem Dorfplatz in Magdlos. Am 16. Januar 1999 feiert der Ortsverein sein 75-järiges Bestehen mit einem Festakt im Pfarrheim Flieden. Unter den zahlreichen Ehrengästen weilte auch der Hessische Kultusminister Hartmut Holzapfel, der in seiner Festrede insbesondere die Bedeutung der Basisarbeit in den Ortsvereine für die Erfolge der Partei auf allen Ebenen herausstellte. Der Rahmen der traditionellen Feier zum 01. Mai bietet eine ideale Plattform, um die Mitglieder Karl Schuon und Manfred Scholz für ihre über 50-jährige Parteimitgliedschaft zu ehren.

 

Im Dezember 1999 nominieren die beiden SPD-Ortsvereine Flieden und Rückers den Fraktionsvorsitzenden und Ortsvorsteher von Rückers Winfried Kress zum Kandidaten für die Bürgermeisterdirektwahl am 13. Februar 2000. Ihm gelingt es auf grandiose Weise mit 33 Stimmen Vorsprung gegenüber dem CDU-Mitbewerber Karl-Heinz Klug, die 55-jährige CDU-Vorherrschaft im Fliedener Rathaus zu beenden, sodass ab dem 01. Juli 2000 der Bürgermeisterposten in Flieden erstmalig in der Geschichte der Gemeinde von einem Sozialdemokraten bekleidet wird. Bei der Kommunalwahl im Mäz 2001, bei der erstmals das neue Wahlverfahren mit der Möglichkeit des Kumulierens und Panaschieren zur Anwendung kommt, gelingt es leider nicht, den Bürgermeisterbonus besser zu nutzen und die absolute Mehrheit der CDU im Gemeindeparlament zu brechen. Auf Gemeindeebene büßt unsere Partei rd. 4 % ein und stellt künftig 13 der 31 Mandatsträger in der Gemeindevertretung. Drei Beigeordnete entsendet die SPD in den Gemeindevorstand. In der Kreispolitik sind Fliedens Sozialdemokraten darüber hinaus mit Winfried Möller im Kreisausschuss sowie Ilse Stiewitt und Heike Schneider als Kreistagsabgeordnete vertreten. Themenschwerpunkte der kommunalpolitischen Arbeit bildeten seinerzeit der im Nachhinein leider erfolglose Widerstand gegen den Bau der Windkraftanlage auf dem „Вreiten Feld“ des Höhenzugs “Landrücken“ in unmittelbarer Nähe zum Rückerser Ortsteil Keutzelbuch sowie die städtebauliche Neuordnung und verkehrliche Konzeption im Ortskern von Flieden im Zusammenhang mit dem Rathausum- und -erweiterungsbau. Darüber hinaus machten sich Fliedens Sozialdemokraten für eine bessere und vor allem räumlich abgestimmte Koordination der Notdienste ortsansässiger Ärzte mit dem Apothekennotdienst außerhalb der regulären Sprech- und Öffnungszeiten stark. Nach einem überraschenden Führungswechsel an der Fraktionsspitze übernimmt am 02. Dezember 2002 Winfried Möller das Amt des SPD-Fraktionsvorsitzenden in der Gemeindevertretung von Werner Zechmeister.

 

Bei der Jahreshauptversammlung im März 2003 wird Dirk Leitschuh erstmals zu einem der beiden stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzenden gewählt. Sein 80-jähriges Gründungsjubiläum feiert der Ortsverein im Zuge der traditionellen Feierlichkeiten zum 01. Mai 2013, dem Tag der Arbeit, im Heimatmuseum „Hofgut Lenzis“. Unter den Ehrengästen und Gastrednern befanden sich u.a. die SPD-Europaabgeordnete Barbara Weiler sowie der SPD-Bezirksvorsitzende für Hessen-Nord, Manfred Schaub. Geehrt wurden die ehemalige Staatsministerin und Landtagsabgeordnete Ilse Stiewitt für 30 Jahre sowie Ursula Möller und Horst Vormwald für jeweils 25-jährige Mitgliedschaft in der Partei. Dem Ehrenvorsitzenden des Unterbezirks, Emil Mihm, wurde für seine besondere Treue zur Fliedener SPD die Flieden-Plakette in Silber überreicht. Als Ergebnis nach einigen Ortsteilbegehungen im Sommer 2003 fordert die SPD Flieden mittelfristig ein finanzierbares Bürgerhaus zwischen Funktionsgebäude am Stadion und dem Paddelteich. Am traditionellen Heringsessen am Aschermittwoch 2004 nehmen erstmals die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion geschlossen teil.

 

Im Rahmen der Festveranstaltung zum 01. Mai 2004 nehmen der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Volker Halsch, gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Sabine Waschke die Ehrung von August Auth anlässlich dessen 50-jährigen Parteimitgliedschaft vor. Die Foren von Infoabenden im März und Mai 2005 werden genutzt, um die Chancen des genehmigten Autobahnanschlusses „Flieden-Mitte“ und die damit verbundene mögliche Weiterentwicklung im Kernort öffentlich zu diskutieren. Darüber hinaus wurden Planentwürfe zur baulichen Abrundung des Bereichs hinter dem Rathaus vorgestellt. Über das Für und Wider zu Hartz IV referiert der Sozialexperte und ehemalige DGB-Kreisvorsitzende Helmut Schaum zu der seinerzeit aktuell in Kraft getretenen Arbeitsmarktreform. Die Mitglieder Brunhilde Schäfer und Walter Kaufmann werden am 01. Mai 2005 jeweils für 25 Jahre SPD-Mitgliedschaft geehrt.

 

Zu einer "Festveranstaltung besonderer Art" luden die SPD-Mitglieder und Freunde aus dem Fliedener Ortsteil Magdlos trotz winterlicher Temperaturen ein. An Stelle des traditionellen Backhausfestes im September des Vorjahres fand am 22. Januar 2006 ein "Scheunenfest" in der sanierten und teilweise ausgebauten ehemaligen "Baltesche Scheuer" unterhalb des Backhauses statt.

 

Bei der Bürgermeister-Direktwahl am 29. Januar 2006 wird der amtierende Sozialdemokrat Winfried Kress mit über 66 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt und bleibt weiter Chef im Fliedener Rathaus.

 

Im Zuge des Kommunalwahlkampfes richtet Fliedens SPD erstmals ein Familienforum aus, bei dem über eine Weiterentwicklung und teilweise Neuausrichtung der in Flieden bereits überdurchschnittlich guten familienpolitischen Vorgaben diskutiert wurde. Die Kommunalwahl am 26. März 2006 brachte für die SPD insbesondere aufgrund zweier erstmals zur Gemeindewahl angetretenen neuen Listen - Bürgerliste Flieden und FDP - einen Verlust von rd. 5 % gegenüber dem Wahlergebnis von 2001. Aufgrund einer beschlossenen Parlamentsverkleinerung ist die SPD künftig mit 9 Mandatsträgern in der Gemeindevertretung und weiterhin 3 Beigeordneten im Gemeindevorstand vertreten. Winfried Möller bleibt im Kreisausschuss und Heike Schneider Kreistagsabgeordnete. Die Landtagsabgeordnete Sabine Waschke und der SPD-Unterbezirksvorsitzende Peter Jennemann zeichnen zum Familientag am 01. Mai 2006 Brigitte Bintakies für 25 Jahre Mitgliedschaft, sowie Hubert Schmitt und Willi Müller aus Magdlos für 40-jährige Zugehörigkeit zur SPD mit Urkunden und Anstecknadeln in Silber aus. Bei der Jahreshauptversammlung am 07. Februar 2007 wird Winfried Möller von den Mitgliedern für weitere zwei Jahre zum Vorsitzenden wiedergewählt. Er übt dieses Amt somit ununterbrochen seit 30 Jahren aus. Im Mai 2007 werden Alfred Leitschuh und Peter Bintakies für deren 40-jährige Mitgliedschaft geehrt.

 

Im Rahmen ihres ersten Energieforums im Juni 2007 informiert Fliedens SPD über alternative und nachhaltige Heizmethoden und Sparpotentiale bei der Energienutzung. Vorsitzender Winfried Möller wird im Rahmen der Jahreshauptversammlung 2008 für dessen 40-jährige Parteizugehörigkeit geehrt. In einer parlamentarischen Initiative machen sich Fliedens Sozialdemokraten im April 2008 für eine stärkere Förderung der Kinder- und Jugendfeuerwehren sowie des Jugendrotkreuz ein und fordern kostenlose Familienkarten für den Besuch des Freibades „Landrücken“ als Anreiz und Dankeschön. Zur Gründung der „ВürgerSolar Köigreich Flieden GbR“ lädt die SPD im Mai 2008 ein. Zum 30. März 2009 hat der Ortsverein 52 Mitglieder.

 

Einen Besucherrekord erlebten Fliedens Sozialdemokraten am 1. Mai 2009 auf dem Gelände des Fliedener Heimatmuseums, dem Hüttneranwesen „Lenzis“ bei ihrem 42. SPD-Familientag am Tag der Arbeit. Im Rahmen der Feier wurden Willi Hambach und Klaus Sperzel für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt. Zum 25. Mal in Folge organisiert die SPD den traditionellen Kinder- und Jugendflohmarkt am letzten Feriensonntag auf dem Dorfplatz vor der Fliedetalschule.

 

SPD-Bundestagskandidatin Claudia Blum lobte nach einem Besuch die kontinuierliche Jugendarbeit der SPD vor Ort. Im September 2010 bemängelt die SPD öffentlich die Verzögerungen eines mit dem Aufbau eines schnellen Internetzugangs beauftragten Unternehmens.

 

Auf ihrer gemeinsamen Mitgliederversammlung der SPD-Ortsvereine Flieden und Rückers im Dezember 2010 wird der amtierende Fraktionsvorsitzende Winfried Möller zum Spitzenkandidaten auf der SPD-Liste zur Gemeindewahl am 27. März 2011 bestimmt. Unter dem Motto:

 

FLIEDENGERECHT: Selbstlos - kompetent - kämpferisch - sozial - für Fliedens Zukunft, wurden 30 Kandidatinnen und Kandidaten nominiert um Flieden zukunftsfähig zu machen. Bei der Kommunalwahl im März 2011 treten nur noch drei Parteien an. Die SPD rutscht bei dieser Wahl auf 32,2 % ab und ist durch den Verlust eines Mandats künftig mit 8 Mandatsträgern in der Gemeindevertretung präsent. Die Zahl der SPD-Beigeordneten im Gemeindevorstand reduziert sich auf zwei. In die Kreispolitik kann der Ortsverein künftig auch wieder zwei Vertreter entsenden. Neben dem langjährigen Kreisausschussmitglied Winfried Möller hat die Gemeindevertreterin und Vorsitzende der AG 60plus Renata Schirmer ein Mandat im Kreistag errungen.

 

Am Ostersonntag 2011 verlieren Fliedens Sozialdemokraten eine äußerst engagierte Genossin. Das langjährige Vorstandsmitglied Heike Schneider, das sich neben der Gemeindevertretung auch im Fuldaer Kreistag betätigt hat, verstirbt nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 46 Jahren Im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Mai 2011 werden Stefan Schaub und Mark Bagus erstmals zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Darüber hinaus werden für 40-jährige Mitgliedschaft Rudolf Gärtner aus Magdlos, sowie Karl-Heinz Stumpf, Renate Kaufmann und Bernhard Schmitt für 25 Jahre Treue zur Partei ausgezeichnet. Der aktuelle Mitgliederbestand wird seinerzeit mit 49 angegeben. Im Dezember 2011 stellt die SPD Flieden offiziell im Rahmen einer Mitgliederversammlung den parteiunabhängigen Markus Hofmann als ihren Kandidaten für die im Jahr 2012 anstehende Bürgermeister-Direktwahl vor. Im Rahmen ihrer Bemühungen, in Flieden das Thema Wertschöpfung vor Ort voran zu treiben, besuchten Vorstandsmitglieder im Februar 2012 die Energiegemeinde Alheim. Das Ergebnis für Fliedens SPD bei der Bürgermeister-Direktwahl am 11. Mär 2012 war leider ernüchternd. Der vom Ortsverein Flieden unterstützte Kandidat Markus Hofmann erzielte leider nur 16,1 % der Stimmen und landete somit auf dem dritten Platz hinter dem Wahlsieger Christian Henkel sowie der ebenfalls parteiunabhängigen Kandidatin Ilona Vogel.

 

Fliedens Sozialdemokraten setzen sich im Oktober 2012 erstmals mittels einer parlamentarischen Initiative feine Anpassung der Friedhofsordnung an veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen ein. Bei der Jahreshauptversammlung am 11. Januar 2013 wird der 37-jährige Marcus Lohfink zum neuen Vorsitzenden und damit Nachfolger des 36 Jahre amtierenden Genossen Winfried Möller gewählt. Dieser erhält in Anerkennung seiner langjährigen und unermüdlichen Arbeit zum Wohl der Partei den Titel „Еhrenvorsitzender“. Anlässlich des 90jährigen Gründungsjubiläums der SPD Flieden am 15.12.2012 spricht sich der Ortsvereinsvorstand für die Ausrichtung einer Jubiläumsveranstaltung am 08. September 2013 aus.